Die Künstler Friedo Niepmann (Olching), Martin Stiefel (München) und Gez Zirkelbach (Schorndorf) schwingen sowohl in den visuellen als auch mit den hörbaren Frequenzen. „Wenn Frequenzen Farben küssen“ nennen Sie Ihre gemeinsame Ausstellung in den Räumen der Galerini.
Es kommen hier unterschiedliche Herangehensweisen zusammen. Friedo Niepmann entwickelt seit den frühen 90ern skulpturale Kunsthandlungsauftritte in Natur- und Stadträumen. Parallel dazu entstanden seine Bildkästen mit Sprechgesängen, begleitet von Schallschwingungen selbst gebauter Instrumente. Zur Klang-Tanz-Performance am Helmut-Fischer-Platz um 18 Uhr, startet Niepmann als Stadtgang-Performer mit einem Eigenbauinstrument vom Marienplatz um 16 Uhr.
Das verbindet ihn mit seinem langjährigen Freund Martin Stiefel, der sich mit seinen Waschmaschinen einen Namen gemacht hat. Stiefel liebt und pflegt die Fragilität und Unvollkommenheit seiner schäppernden Gebilde und versucht, dabei die Kontrolle zu behalten.
Die Geräusche seiner kinetischen Installationen brachten ihn zur Zusammenarbeit mit Musikern, so auch mit seinem langjährigen Schorndorfer Freund, Künstler und Musiker Gez Zirkelbach. Gez Zirkelbach experimentiert in der Malerei mit Farben, abstrakt bis assoziativ und surreal. Als Musiker improvisiert und collagiert er genau so frei in seinen Klanggebilden mit den Formationen DER TRIEB und „Berühr den Ton“.
Gemeinsam bei den letzten Offenen Ateliers im Botanikum führten die drei Improvisationskünstler „Coffee House Music“ auf: Gez Zirkelbach an der E-Gitarre, Friedo Niepmann mit der Stichsäge an der Noch-Akkustikgitarre und Martin Stiefel als subtiler Barkeeper an der Espresso Machine. Die halbe Gitarre Niepmanns in der Ausstellung haben Stiefel und Zirkelbach weitergebaut. Sie ist in der Ausstellung als gemeinsame Arbeit der Drei zu sehen.